Schaufenster für ein integriertes Energiesystem der Zukunft

Schaufenster-Projekte oder Reallabore werden sie genannt: Die großangelegten Projekte, in denen Innovationen und Technologien aus der Energieforschung angewandt und getestet werden – nicht nur im Labor, sondern auch konkret vor Ort. Und die Projekterfolge werden wie in einem Schaufenster präsentiert: Expertinnen und Experten sowie Bürgerinnen und Bürger können sie begutachten und die besten Lösungen nutzen. Denn eben diese besten Lösungen können als Vorlage für ganz Deutschland dienen und damit Musterlösungen für eine klimafreundliche, verlässliche und effiziente Energieversorgung sein.
Einzellösungen zu einem Gesamtsystem vereinen
Ein großes Schaufenster-Projekt in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland heißt Designetz. In diesem Projekt sollen Blaupausen für das Stromnetz der Zukunft entwickelt werden. Ziel ist es, große Anteile erneuerbarer Energien in das Energiesystem zu integrieren. Gleichzeitig soll der Umbau des Stromnetzes so gering wie möglich – und damit kosteneffizient – gehalten werden. Dafür werden dezentrale Einzellösungen zu einem Gesamtsystem vereint. Im Projekt wird ein breites Portfolio an technischen und marktdienlichen Lösungen realisiert, analysiert und bewertet. Rund 30 Teilprojekte adressieren die Bereiche Energiemarkt und -handel, intelligenter Netzbetrieb sowie Informations- und Kommunikationstechnik.

Übertragbar auf alle Bundesländer Deutschlands
Die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland sind durch eine Mischung aus Metropolen, Industriezentren und dünn besiedelten Regionen charakterisiert. Die in Designetz erarbeiteten Lösungen lassen sich daher auf nahezu alle Bundesländer in Deutschland übertragen. Die Projektpartner setzen sich aus Unternehmen der Energiewirtschaft, der Industrie, der Branche zu Informations- und Kommunikationstechnologien sowie aus wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen zusammen. Konsortialführer ist die E.ON SE. Als Vertreter des Konsortialführers bildet E.ON-Netzvorstand Dr. Thomas König zusammen mit den für Energie verantwortlichen Ministerinnen und Ministern der drei Bundesländer – Minister Professor Dr. Andreas Pinkwart für Nordrhein-Westfalen – den politischen Beirat von Designetz. Über diese Schnittstelle zwischen Politik und Forschung können die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen begleitet werden.

 Welche anderen Leuchtturmprojekte Nordrhein-Westfalen im Bereich der Energiesystemforschung sonst noch zu bieten hat, zeigt der Energieforschungsbericht 2020.

© BMWi

Förderpolitischer Rahmen

Das Förderprogramm SINTEG „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie lief von 2016-2020. In fünf großflächigen Modellregionen in ganz Deutschland entwickelten Fachleute Musterlösungen für die Energiezukunft. Das SINTEG-Schaufenster in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland war Designetz.

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