Die Metropolregion Ruhr bringt vielversprechende Voraussetzungen mit, um zu einem Vorreiter im Bereich klimafreundlicher Technologien und nachhaltiger Wertschöpfung zu werden. Neben internationalen Großkonzernen sind dort erfolgreiche Mittelständler und herausragende Forschungsinstitute angesiedelt. Diese gebündelte Expertise und Innovationskraft birgt enormes Potential, um erfolgreich neue Märkte und global wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle zu erschließen.

Ende September 2021 hat Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart fünf Projekten aus der Region Förderbescheide in Höhe von mehr als acht Millionen Euro vergeben, die alle Teil des sogenannten „Spitzencluster Industrielle Innovationen“ (SPIN) sind. Darin arbeiten zahlreiche Branchen und Akteure aus der Metropolregion Ruhr zusammen daran, Innovationen möglichst rasch in die Praxis zu überführen. Denn der Erfolg industrieller Innovationen wird ganz erheblich von einem Faktor bestimmt: Zeit. Die Innovationsplattform SPIN schafft neue Allianzen aus Industrie, Energiewirtschaft, Digitaltechnologie und anwendungsorientierter Forschung, um die Region im weltweiten Wettbewerb neuer Technologien erfolgreich zu positionieren. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von klimafreundlichen Technologien, Verfahren und Produkten zur erfolgreichen Transformation der Industrie und unseres Energiesystems. Das Spitzencluster ist eines der ersten großen Projekte aus der Ruhr-Konferenz zur Gestaltung des Strukturwandels und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die fünf neuen SPIN-Projekte tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, die Transformation des Energiesystems zu realisieren und Mittelständlern den Weg in die Digitalisierung zu ebnen:

Fit4eChange

Das Projekt Fit4eChange arbeitet mit seiner Forschung daran, die Verteilnetze fit für die Energiewende zu machen. Projektziel ist es, eine kontinuierliche Echtzeit-Überwachung der Energieflüsse und Belastungen in stark dynamisch genutzten Niederspannungsverteilnetzen zu realisieren. Mittels entsprechender Sensorsysteme, Kommunikations- und IT-Infrastruktur-Komponenten werden relevante Informationen an neuralgischen Punkten erfasst, zusammengeführt und kommuniziert. Erst damit werden die netzdienliche Steuerung und optimale Einbindung von Erzeugern und Verbrauchern möglich. Mehr Infos zum Projekt

Digitales Service Center

Das Erreichen der politisch beschlossenen Klimaschutzziele erfordert vor allem einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung. Künftig wird unser Energiesystem daher von vielen dezentralen Erzeugungsanlagen verschiedenster Größe – von der Balkon-PV-Anlage bis hin zum Off-Shore-Windpark – geprägt sein. In dem Projekt Digitales Service Center werden unter Verwendung moderner KI-Ansätze intelligente Lösungen entwickelt, um auch kleine Energieerzeugungsanlagen kostengünstig optimieren und warten zu können. Über eine cloudbasierte Plattform werden den Betreibern relevante Informationen zur Verfügung gestellt, um die Anlage energieeffizienter zu betreiben und den optimalen Zeitpunkt für Wartungsmaßnahmen zu bestimmen. Mehr Infos zum Projekt

kV-Batt-TECH

Der Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung hat noch einen weiteren Effekt zur Folge: Die Erzeugung wird volatiler, sodass es häufiger zu einem ein Ungleichgewicht zwischen erzeugter und verbrauchter elektrischer Leistung kommen kann. Eine Lösung können hier Batterie-Energie-Speicher-Systeme sein, die überschüssigen Strom speichern und ihn genau dann abgeben, wenn er benötigt wird. Das Projekt kV-Batt-TECH arbeitet an der Optimierung dieser Technologie und strebt eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz bei einer gleichzeitigen Reduktion der Betriebskosten an. Mehr Infos zum Projekt

WIN4KMU

Cloudbasierte Industrial-Internet-of-Things-Plattformen (IIoT-Plattformen) bieten große Chancen, die Effektivität von Produktionsprozessen zu optimieren und bestehende Abläufe flexibel aufeinander abzustimmen. Das Projekt WIN4KMU hat es sich zum Ziel gesetzt, bestehende Hürden für KMUs bei der Nutzung von IIoT-Lösungen abzubauen und deren lückenlose Anbindung in die Plattform-Ökonomie der Industrie 4.0 zu ermöglichen. Hierfür wird eine branchenneutrale IIoT-Plattform aufgebaut, die KMUs mit möglichst geringen Implementierungsaufwand für die Digitalisierung ihrer Produktionsprozesse nutzen können. Mehr Infos zum Projekt

DIANE

Die cross-industrielle Zusammenarbeit, also die branchenübergreifende Kooperation mit anderen Unternehmen und lokalen Akteuren, bietet große Chancen zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Das Projekt DIANE arbeitet an der Entwicklung und Validierung eines übertragbaren Konzeptes zur Implementierung eines cross-industriellen Netzwerks in einem beispielhaften Gewerbegebiet rund um eine Biogasanlage in Hünxe. Im Rahmen des Projekts wird der Zusammenschluss der verschiedenen Akteure zu einem Gewerbe- und Industrieverbund geprüft, um die bisher voneinander unabhängigen Geschäfts- und Produktionsprozesse zusammenzuführen, Synergiepotentiale auszuloten und so ein neues Gesamtoptimum zu generieren. Mehr Infos zum Projekt 

SPIN-Website

Alle Informationen zum „Spitzencluster Industrielle Innvationen“,  Ansprechpartner sowie spannende Praxisprojekte finden sich auf der SPIN-Website.

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Ruhr-Konferenz-Website

Alle Hintergründe, weitere Informationen, Ansprechpartner sowie geplante Maßnahmen finden sich auf der Website zur Ruhr-Konferenz.

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