Forschungsförderung
Beste Voraussetzungen für die Energieforschung schaffen

Die Realisierung der politisch beschlossenen Zielmarke der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 erfordert noch erhebliche Investitionen in den Klimaschutz und den Umbau des Energiesystems. Die Energieforschungsoffensive.NRW zielt darauf ab, für die Energieforschung optimale Voraussetzungen zu schaffen. Fördermittel sollen unkompliziert und schnell zugänglich sein – und an den Stellen zum Einsatz kommen, wo sie die größte Wirkung entfalten. Die Verwirklichung dieser Leitlinien erfolgt entlang vier zentraler Wegmarken: Optionen identifizieren – Lücken schließen – Zugänge erleichtern – Wege unterstützen.
Zu Beginn steht die umfassende Erschließung bestehender Förderoptionen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene im Vordergrund. Die förderpolitische Vielfalt wird zunächst erfasst und analysiert, um die einzelnen Programme im Hinblick auf die Unterstützung von Förderinteressenten aus Nordrhein-Westfalen zu bewerten. Ziel der Energieforschungsoffensive.NRW ist es, den Akteuren erfolgsversprechende Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Durch detailliertes Monitoring, zielgruppenbezogene Informationsvermittlung und effektive Beratung wird die Grundlage für eine optimale Nutzung bestehender Optionen geschaffen.
Aufbauend auf dem Wissen über bestehende Förderoptionen stellt das Auffinden und Schließen von Förderlücken den nächsten Schritt dar. Unter Beachtung der spezifischen Voraussetzungen und Ausgangsbedingungen der nordrheinwestfälischen Forschungslandschaft werden bestehende Programme auf Lücken und Optimierungspotentiale untersucht. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung der Fördermaßnahme progres.nrw – Research. Hintergrund war das Fehlen eines niedrigschwelligen Instruments, das mit einem unkompliziertem Antragsverfahren und einer raschen Fördermittelbereitstellung die Forschung für den erfolgreichen Wandel des Energiesystems ankurbelt: so gelingt der rasche Transfer der Forschungsergebnisse in die praktische Anwendung.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zieht nach den ersten 19 Bewilligungen ein positives Zwischenfazit:

„An den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen schlummert enormes Potenzial. Die Forschungsergebnisse können das Energiesystem der Zukunft und den Klimaschutz maßgeblich voranbringen. Mit unserem neuen Programm schließen wir die Lücke zwischen Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung und ich freue mich sehr, dass die Nachfrage danach so stark ist. Wir brauchen diese wichtigen Innovationen, wenn wir unsere Ziele für ein CO2-armes Energiesystem, den Klimaschutz und die klimaneutrale Industrie der Zukunft zügig erreichen wollen.“ zur Pressemitteilung

In einem nächsten Schritt sollen Herausforderungen und Hemmnisse beim Zugang zu Förderprogrammen bestmöglich abgebaut werden. Vorhandene Rahmenbedingungen können bestimmten Akteursgruppen die Inanspruchnahme von Fördermitteln unter Umständen erschweren oder sogar verwehren. Gerade Start-Ups stehen oftmals zahlreichen Hürden für eine erfolgreiche Antragstellung gegenüber. Die Energieforschungsoffensive.NRW versteht sich als Sprachrohr und Impulsgeber zur Vereinfachung der Förderzugänge gegenüber den unterschiedlichen Fördermittelgebern.
Allerdings kann kein Förderprogramm in Anspruch genommen werden, wenn die zugehörigen Fördervoraussetzungen nicht erfüllt sind. Daher nimmt in einem letzten Schritt die Unterstützung von Fördervorhaben auf dem Weg zur erfolgreichen Antragsbewilligung eine wichtige Rolle ein. Hierfür wird die Schaffung und Erhaltung der unterschiedlichen Fördervoraussetzungen unterstützt – sei es, indem das Land als Treiber und Förderer für erforderliche Machbarkeitsstudien oder auch für die zweckmäßige Anpassung hemmender Förderregularien auftritt.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart:

„Milliardenschwere Programme stehen auf nationaler und europäischer Ebene bereit. Ziel ist es, im Bereich Energie und Klima diese Mittel zu erschließen, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Beteiligung zu gewinnen sowie Konsortien zu schmieden.“

Energieforschungspreis NRW

Nordrhein-Westfalen hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 weitgehend klimaneutral, wirtschaftlich stark und mit einer auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung aufgestellt zu sein. In diesem Bestreben werden im Rahmen der Energieforschungsoffensive.NRW herausragende Forschungsarbeiten prämiert, die einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Energieforschungspreis setzt dabei innerhalb der kommenden Jahre einen jeweils aktuellen Themenschwerpunkt, der für das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen von besonderer Relevanz ist. So wird ein Ansporn für die Beschäftigung mit zukunftsweisenden Energieforschungsthemen gegeben und die Sichtbarkeit dieser Themen erhöht. In 2020 wurden herausragende Forschungsarbeiten für den Energieforschungspreis Wasserstoff mit großem Anwendungspotential prämiert: hier weiterlesen.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart:

„Der Klimawandel und die Transformation des Energiesystems stellen uns vor große Herausforderungen. Innovationen sind der Schlüssel für die Transformation zur klimaneutralen Industrie der Zukunft. Spannende Ideen, innovative Techniken und fortschrittliche Praktiken sind von zentraler Bedeutung für eine klimaneutrale Industrie und das Gelingen der Energiewende. Der Energieforschungspreis soll Motivation sein, den Wandel des Energiesystems weiterhin mit klugen Ideen und Ansätzen aktiv mitzugestalten.“

Ansprechpartner

Progres.nrw: Research und Innovation

Dr. Joachim Kutscher

Projektträger Jülich, Geschäftsfeld Forschung und Gesellschaft NRW

Ansprechpartner

Energieforschungspreis

Markus Bastek

 Projektträger Jülich

Geschäftsbereich Energiesystem: Nutzung (ESN)

02461 61 85437

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