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Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen

Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen

Im April 2019 hat Wirtschafts-​ und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart die ressortübergreifende Strategie für das digitale Nordrhein-​Westfalen vorgestellt. Sie führt 44 konkrete Ziele auf, die in einem breit angelegten Beteiligungsprozess gemeinsam mit Experten, Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wurden.

Die Strategie wird nach Minister Pinkwart von einer vielversprechenden Vision gelenkt: „Die Digitalisierung ist eine der größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit. Wenn wir sie richtig angehen, bietet sie große Chancen, unser Land zu modernisieren und den Menschen durch Teilhabe an diesem Prozess neue Möglichkeiten zu eröffnen: für flüssigere, schnellere und bequemere Mobilität, die zudem Klima und Umwelt schont, für einen zukunftsfähigen und sicheren Arbeitsplatz, der sich besser mit persönlichen Lebenszielen in Einklang bringen lässt, oder durch eine bessere medizinische Versorgung, die zukünftig in Teilen auch online stattfinden kann.“

Die Maßnahmen fokussieren zahlreiche Themenschwerpunkte, denn die Digitalisierung betrifft fast alle Bereiche des täglichen Lebens. Daher formuliert die Strategie Lösungsvorschläge für die unterschiedlichsten Gebiete - beispielsweise bezüglich Bildung, Wirtschaft und Start-​Ups, Mobilität, Gesundheit, Forschung und Innovation oder digitale Gesellschaft. Im Sommer 2020 hat die Landesregierung eine erste Umsetzungsbilanz gezogen und einen Fortschrittsbericht vorgelegt, den Sie hier nachlesen können.  Für 2021 ist ein Update der Digitalstrategie geplant.

Das kann die Energieforschung leisten

Mit Hilfe der Digitalisierung soll Nordrhein-​Westfalen zu einem Vorreiter in einer Vielzahl von Lebens-​ und Wirtschaftsbereichen werden. Das bringt allerdings einige Herausforderungen mit sich. Beispielsweise soll der Mobilitätsbereich künftig mehr Freiheit und Teilhabe für jeden Einzelnen verwirklichen. Hierfür müssen die unterschiedlichen Verkehrsmittel nahtlos miteinander kombinierbar sein. Daneben gilt es, Transport-​ und Reisewege möglichst einfach zu gestalten und Angebote digital buchen und bezahlen zu können. Voraussetzung dafür sind detaillierte Geo-​Daten und Informationen zum Verkehrsaufkommen, die in Echtzeit verfügbar und in allen Anwendungen barrierefrei nutzbar sind. Ein ebenso herausforderndes Beispiel sind die geplanten Anpassungen im Bereich der medizinischen Versorgung.

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Die Nutzung digitaler Lösungen erfordert oftmals die reibungslose und intelligente Verarbeitung großer Datenmengen.

Um die gesteckten Ziele erreichen zu können, braucht es vor allem Eines: fundierte und praxiserprobte Expertise in der Anwendung digitaler Lösungen. Und genau darin kann die Energieforschung einen wertvollen Beitrag leisten. Vor allem die Energiesystemforschung beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit der intelligenten Vernetzung dezentraler Einheiten und der Echtzeit-​Nutzung von großen Datenmengen. Die Energiewende und der damit verbundene Ausbau erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen geht mit einer grundlegenden Veränderung unsers bisherigen Energiesystems einher. War das System in der Vergangenheit überwiegend zentral organisiert, müssen künftig viele tausende dezentrale Erneuerbare-​Energien-Anlagen in Echtzeit gesteuert, synchronisiert und optimiert werden. Um die Stabilität des Gesamtsystems zu gewährleisten, braucht es eine intelligente Steuerung und die Möglichkeit, flexibel auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren – beispielsweise wenn die Sonne plötzlich nicht mehr scheint oder eine überraschende Starkwindfront auftaucht. Intelligente Stromnetze – so genannte Smart Grids – ermöglichen die digitale Steuerung und Optimierung des Gesamtsystems. Die Energieforschung arbeitet kontinuierlich an der Optimierung dieser Infrastruktur, etwa um die Vernetzung verschiedener Technologien und Sektoren noch effizienter zu gestalten.

Die belastbaren und praxiserprobten Erfahrungen der Energieforschung aus der Steuerung dieses komplexen Gesamtsystems können bei der Umsetzung digitaler Lösungen in anderen Bereichen von außerordentlichem Nutzen sein. Ein derartiger Erfahrungsschatz und eine langjährig aufgebaute Expertise dürften ein großer Vorteil für die erfolgreiche Digitalisierung der übrigen Lebens-​ und Arbeitswelt sein.

Die Digitalisierung soll außerdem zum Treiber werden, um Nordrhein-​Westfalen als international führenden Forschungsstandort im Bereich Energie und Klimaschutz zu etablieren. Strategisch betrachtet werden dabei digitale Informations-​ und Kommunikationstechnologien von herausragender Bedeutung sein. Ebenfalls die Entwicklung digitaler Produkte und Prozesse im Klima-​ und Energiebereich spielt hierfür eine zentrale Rolle: ein Aufgabenfeld, in dem die Energieforschung mit zahlreichen Projekten und Umsetzungsideen bereits sehr aktiv ist und auf wertvolle Ergebnisse blicken kann.

Pressemitteilung des MWIDE

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie zur Veröffentlichung der Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen (April 2019).

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Website Digitalstrategie.NRW

Alle Informationen, Hintergründe und Umsetzungsbeispiele der Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen.

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Die Strategie als Download

Die Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen - das komplette Papier als PDF zum Download.

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